Semesterticket muß jetzt kommen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 30.04.2010 (26/2010)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Es ist schon ein sehr beschwerlicher Weg zum Semesterticket für Münchner Studenten zurückgelegt worden. Jetzt, kurz vor dem Ziel, darf es nicht an einer Bürgschaft des Freistaates scheitern. Der Münchner Oberbürgermeister, Christian Ude, bedauert völlig zu Recht den derzeitigen Zustand. Er hat viel Überzeugungsarbeit in seinem Verantwortungsbereich geleistet. Von allen Politikern wird gefordert, daß mehr für die Bildung getan werden muß. Da ist es ja auch sicher sinnvoll, daß sich die Studenten in erster Linie um ihr Studium kümmern und nicht Geld für Fahrkarten verdienen müssen.

‚Wir wollen, daß alle Studenten gute Erfahrungen mit Bus und Bahn in München machen – und dann auch später zu den treuen Kunden des Verkehrsverbundes zählen‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Ich fordere die Verantwortlichen in der Staatsregierung auf, noch einmal gründlich nachzudenken und dann eine positive Entscheidung für das Semesterticket zu fällen!‘

Verbundgesellschaft und Fahrgastverband danken couragierten Fahrgästen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 28.04.2010 (25/2010)

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Am Montag, 26. April 2010, kamen ein Fahrgast und seine Begleiterin einem kleinen Mädchen zu Hilfe. Ein offenbar angetrunkener Mann belästigte in einem Bus der Linie 55 die Schülerin mit obszönen Worten und Gesten. Während der Fahrgast den Täter festhielt kümmerte sich seine Begleiterin um das weinende Mädchen. Der Busfahrer rief die Polizei, die sehr schnell eintraf und den Täter festnahm.

‚Die beiden jungen Leute und der Busfahrer haben sich vorbildlich verhalten‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Die Fahrt mit Bussen und Bahnen ist in München sehr sicher. Die Polizei konnte sogar einen erheblichen Rückgang der Gewaltdelikte verzeichnen. Aber auch jeder einzelne Fahrgast muß seinen Beitrag zu unserer aller Sicherheit leisten.‘ Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund und die Aktion Münchner Fahrgäste bedankten sich bei den beiden Fahrgästen mit zwei Präsenten.

Das Polizeipräsidium München, die Bundespolizei und die Aktion Münchner Fahrgäste veranstalten eine Reihe von Verhaltenstrainings für Fahrgäste. Dabei werden leicht erlernbare Hinweise zur Selbstbehauptung und Zivilcourage gegeben. Der Münchner Oberbürgermeister, Christian Ude, hat die Schirmherrschaft übernommen. Die Dominik-Brunner-Stiftung, der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund, die Deutsche Bahn, die Bayerische Oberlandbahn, das Verkehrszentrum des Deutschen Museums und die Berufsfeuerwehr München gehören zu den Unterstützern. Die Veranstaltungen sind kostenlos. Die Termine und das Anmeldeformular finden sich unter www.fahrgaeste.de. Das Motto der Veranstaltung lautet: ‚Mit Herz und Verstand handeln. Notfall? Du hilfst – ich auch!‘

Stellwerksausfall erzwingt Schienenersatzverkehr

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 26.04.2010 (24/2010)

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Weil es Probleme mit der Stromversorgung des Stellwerks am Flughafen gab, mußte für die Fahrgäste zum Flughafen ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Dies verlängert die Fahrzeit wesentlich und ist auch mit zusätzlichen Erschwernissen verbunden. Auch wenn sich alle Eisenbahner große Mühe geben, die Störungen schnell zu beseitigen und für eine gute Information der Fahrgäste zu sorgen, so muß dennoch mehr für die Zuverlässigkeit der Signalsysteme getan werden. Auch moderne Elektronik sollte sich an den Maßstäben der mechanischen Stellwerke messen lassen.

‚Die Fahrgäste wollen einen zuverlässigen Betrieb, den sie mit ihren Fahrkarten und Steuern ja auch bezahlen‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Alle Lieferanten für die Stellwerkstechnik sind nun aufgefordert, für die Zuverlässigkeit ihrer Systeme zu sorgen!‘

Westtangente nützt Bürgern und Fahrgästen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 23.04.2010 (23/2010)

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Dringend notwendig ist der Bau der Trambahnwesttangente in München. Es ist schon viel zu viel Zeit seit dem einstimmigen Beschluß des Münchner Stadtrates zum Ausbau der Trambahn vergangen. Am 13. März 1991 war allen Stadträten noch klar, wie sehr die Bürger und Fahrgäste hinter der Trambahn stehen. Jeder hatte noch das Desaster von der Stillegung der Tram 17 vor Augen. Diese fährt heute wieder und muß sogar durch eine zweite Linie verstärkt werden.

Das Geld für die Trambahn ist gut angelegt. Endlich wird die Fürstenrieder Straße wieder den Bürgern und Fußgängern zurück gegeben. Während jetzt eine sechsspurige ‚Autobahn‘ den Stadtteil zerschneidet. Natürlich wünscht sich die übergroße Mehrheit der Fahrgäste ein schienengebundenes Verkehrsmittel, das keine krebserregenden Dieselabgase ausstößt. Die Erfolge der Osttangente (Tram 25), der Trambahn in Neuhausen (Tram 16, 17) und der neuen Trambahn durch Schwabing (Tram 23) sind die täglichen Beweise.

Das beste Mittel gegen den Stau in einer Großstadt ist der Ausbau des Linienverkehrs. Beim Ausbau des Mittleren Ringes im Osten konnte man sehen, wie durch das zusätzliche Verkehrsaufkommen neue Staus entstehen. Wäre dieses Geld in den Nahverkehr geflossen, so hätten die Autofahrer davon profitiert, daß mehr Busse und Bahnen freien Platz auf der Straße schaffen. Die Fahrgäste erreichen die Haltestellen der Trambahn mindestens genauso gut, wie sie jetzt die gesamte Fahrbahn überqueren müssen, um den Bus der Gegenrichtung benutzen zu können.

Allen Stadträten, die jetzt wieder mit ihren ideologischen Bedenken von sich reden machen, sei gesagt, daß die Trambahngegner aus der letzten Stadtratsperiode nun diesem Gremium nicht mehr angehören. Der Oberbürgermeister, der sich persönlich immer für den Erhalt und Ausbau der Trambahn eingesetzt hat, wurde dagegen von zwei Dritteln der Bürger gewählt.