Trambahn nach St. Emmeram muß Betrieb im September 2011 aufnehmen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 09.02.2011 (06/2011)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Der Münchner Nordosten wird künftig von einer neuen Trambahnlinie erschlossen. Eine der bisher am Effnerplatz endenden Trambahnlinien wird bis nach St. Emmeram als Stammlinie verlängert, Die andere Linie verstärkt diese Stammlinie und verkürzt den Fahrplantakt im Berufsverkehr. Dabei sind gute Anschlüsse von und zur U4 am Arabellapark notwendig. Sinnvoll ist es, die Linie, die vom Max-Weber-Platz kommt, als Stammlinie nach St. Emmeram zu verlängern. Allerdings muß die derzeitige Linie 18 schon an der Westendstraße eine Verknüpfung mit der U-Bahn gewährleisten. So kamen die Experten der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) zu dem richtigen Schluß, daß künftig eine andere Linie, nämlich die 16 die Bedienung der Strecke vom Sendlinger Tor über den Max-Weber-Platz bis nach St. Emmeram übernimmt. Dieser Linientausch ist zum regulären Fahrplanwechsel im Dezember 2011 vorgesehen. Nach den derzeitigen Vorstellungen der MVG sollte die neue Trambahnlinie zwar im September 2011 fertiggestellt werden, aber erst im Dezember von regulären Linienfahrzeugen befahren werden. Dies führte im zuständigen Bezirksausschuß (BA zu heftigen Unmutsäußerungen.

Nach einer ausgiebigen Diskussion faßte der BA folgenden Beschluß: ‚Dem BA ist nicht nachvollziehbar, warum die Tram entgegen aller früheren Ankündigungen nicht im Frühherbst in Betrieb gehen soll. Der BA 13 fordert die Fertigstellung und die Inbetriebnahme zum angekündigten Termin am 10. September 2011.‘

Für den Fall, daß wirklich Unsicherheiten bei den Fahrgästen bestehen sollten, schlug Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste und Mitglied im BA, vor, das Liniensignal ‚E‘ für den Abschnitt Effnerplatz – St. Emmeram zu verwenden. Dies könnte unabhängig davon sein, welche Linie nun bis zum Fahrplanwechsel den Betrieb aufnimmt. ‚Die Münchner Fahrgäste sind so intelligent und soviel Kummer mit den Bussen und Bahnen gewöhnt, daß es für sie keine Schwierigkeit bedeutet, am Arabellapark einfach in diejenige Trambahn einzusteigen, die stadtauswärts fährt. Jeder Zug wird auch zwangsläufig den Schienen folgen und so automatisch nach St. Emmeram fahren‘, so Nagel. ‚Dasselbe gilt natürlich auch in umgekehrter Richtung. Wichtig ist, daß nach der langen Bauzeit die Bürger und Fahrgäste in den Genuß der neuen Trambahnlinie kommen.‘

Für die neuen Haltestellen gibt es auch schon Namensvorschläge. So soll die bisherige Haltestelle ‚Evastraße‘ in ‚Schlösselgarten‘ und die ‚Pionierschule‘ in ‚Prinz-Eugen-Park‘ umbenannt werden. Diese Vorschläge werden auch vom Fahrgastverband sehr positiv gesehen, da eine enge emotionale Bindung der Bürger zu ‚ihrer‘ Trambahn mehr als wünschenswert ist.

Wegen Wagenmangel droht Verzögerung der Inbetriebnahme der Trambahn nach St. Emmeram

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 01.02.2011 (05/2011)

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Die Münchner Stadtwerke informierten den Verkehrsausschuß des örtlich zuständigen Bezirksausschusses 13 (Bogenhausen) der Landeshauptstadt München am Dienstag, 1. Februar 2011, ausführlich über den Stand des Trambahnbaus nach St. Emmeram. Gunnar Heipp und Anton Gotz standen den Bürgervertretern für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Heipp hatte zuerst die gute Nachricht, daß das Gesamtprojekt bisher im Kostenrahmen liegt. 70 Prozent der notwendigen Gleise sind schon verlegt. Aber für das Jahr 2011 stehen noch viele Aufgaben an. So muß noch die moderne und besonders ansprechende Fahrleitung verlegt werden. Aber auch gründliche Inbetriebnahme- und Abnahmearbeiten sind erforderlich. Es wird damit gerechnet, daß die Trambahnstrecke im September fertiggestellt und für den Linienverkehr befahrbar ist. Allerdings wurde die Befürchtung bekannt, daß für die Inbetriebnahme nicht genügend Trambahnzüge bereitstehen. Derzeit sind die vier neuesten Münchner Trambahnzüge und zwei modernisierte Züge nicht einsatzfähig, da die erforderlichen Genehmigungen von der zuständigen Aufsichtsbehörde nicht vorliegen. Auch die geplanten Änderungen im Trambahnliniennetz wurden als Argument für eine Inbetriebnahme zum Fahrplanwechsel im Dezember 2011 genannt. Ursprünglich war die neue Trambahn nach St. Emmeram für das Frühjahr 2011 versprochen worden.

Alle Mitglieder des Verkehrsausschusses waren der Meinung, daß es eine gute Lösung ist, diejenige Trambahnlinie die vom Max-Weber-Platz kommt als Hauptlinie nach St. Emmeram zu führen. Einmütig wurde gefordert, daß die neue Trambahnlinie so früh wie möglich für die Fahrgäste zur Verfügung stehen soll. Roland Krack, BA-Mitglied und Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste, forderte, daß die Linie 16, die am Sendlinger Tor wendet, so bald der Bau abgeschlossen ist die Aufgaben der Linie 18 auf dem Abschnitt bis zum Effnerplatz übernimmt und dann weiter nach St. Emmeram fährt. Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Martin Tscheu, will sich dafür einsetzen, daß alle neuen Trambahnzüge umgehend zugelassen werden und dann den Münchner Bürgern zur Verfügung stehen.

‚Die Stadtwerke München müssen schnellstens alle erforderlichen Unterlagen der Aufsichtsbehörde zur Verfügung stellen‘, ergänzt Andreas Nagel, der auch Mitglied dieses Bezirksausschusses ist. ‚Dann muß aber auch mit der erforderlichen Sorgfalt eine schnelle Zulassung erfolgen. Notfalls können ja zusätzliche Auflagen erlassen werden.‘

Aus Sicht der Fahrgäste ist es wirklich unverständlich, daß Züge, die viele Millionen Euros gekostet haben, so lange nutzlos auf dem Betriebshof herumstehen. Es drängt sich der Eindruck auf, daß hier nicht vertrauensvoll zusammengearbeitet wird.

500 Millionen für die S-Bahn München

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 23.01.2011 (04/2011)

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Am Samstag, 22. Januar 2011, kam es zum wiederholten Male zu einem Rechnerausfall auf der Münchner S-Bahnstammstrecke. Dies zeigt, daß auch diese moderne Technik noch weitere Investitionen benötigt, um nicht nur die erforderliche Sicherheit, sondern auch die notwendige Zuverlässigkeit gewährleisten zu können. Der vergangene Sommer, der bisherige Winter haben gezeigt, daß die Technik nicht mehr den normalen Witterungsbedingungen stand hält.

‚Lieber Herr Mehdorn! 15 Zentimeter Neuschnee und etwas Frost sind keine Naturkatastrophe, wie Sie das in einem Interview darstellten‘, meint Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Die Politik muß nun handeln und zuerst einmal die 500 Millionen, die den Bundeshaushalt sanieren sollen, im Bahnunternehmen belassen. Damit kann dann die Münchner Stammstrecke ertüchtigt werden. Und sicher bleibt auch für die S-Bahn in Berlin und den Fernverkehr etwas übrig.‘

Mittlerweile kann man feststellen, daß die Personale schon sehr gelassen auf die Störungen reagieren. Die Auskünfte werden immer freundlicher und kompetenter gegeben. Routine eben. Auch die Fahrgäste kennen die verschiedenen Störfälle schon ganz gut und fahren zu den Anschlußbahnhöfen im Außenbereich.

Nachtrag:

In dieser Meldung wird auf ein Interview von Ex-Bahnchef Mehdorn Bezug genommen. Er hat alle Vorwürfe zurückgewiesen.

Das Interview kann man zum Beispiel nachlesen unter:

www.blick.ch/news/wirtschaft/mehdorn-wehrt-sich-gegen-vorwuerfe-104985

Metrobus-Nordtangente muß kommen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 18.01.2011 (03/2011)

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Der Bezirksausschuß 1ß (Moosach) mußte sich wieder mit der Wiederinbetriebnahme der Metrobuslinie 50 zum Moosacher Bahnhof beschäftigen. Auf seiner Sitzung am 17. Januar 2011 beschloß er, daß er seine Forderung nach der Metrobus-Nordtangente entsprechend seiner bisherigen Beschlußlage aufrecht erhält. Anlaß zu dieser erneuten Befassung waren massive Bürgerproteste, die auch in der Sitzung vorgetragen wurden. Viel Fingerspitzengefühl mußte die Vorsitzende, Johanna Salzhuber, aufbringen, damit sich die Gemüter wieder einigermaßen beruhigten. Salzhuber erläuterte zwar ausführlich die Argumente der städtischen Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) die von den Mehrheitsfraktionen des Münchner Stadtrates übernommen wurden, versprach aber auch, sich für eine bessere Lösung einzusetzen.

Mit der Inbetriebnahme der U-Bahnlinie 3 nach Moosach wurde nicht nur die parallele Metrobuslinie 51 eingestellt, sondern auch die Metrobuslinie 50 verkürzt. Diese fuhr zwar in der Nähe der U-Bahn, erschloß aber ein wichtiges Stadtquartier. Derzeit wird den Bürgern dort ein weiter Fußweg zugemutet, da sich die Haltestelle genau an der Grenze eines Kreises mit einem Radius von 600 Metern um die nächsten U-Bahnhöfe befindet. Ein erster Erfolg ist, daß die Haltestellenhäuschen nicht abgebaut werden.

‚Die Haltestellenhäuschen nützen aber nur etwas, wenn sie auch wieder von den Metrobussen angefahren werden‘, schimpfte Josef ’Fertl von der lokalen Bürgerinitiative. ‚Wir brauchen sogar eine Sofortlösung und können keinesfalls auf den nächsten Fahrplanwechsel warten. Das Stadtquartier ist jetzt vom Leben abgehängt.‘

Die Aktion Münchner Fahrgäste unterstützt die Bürgerinitiative, da es sich nicht um ein lokales Einzelproblem handelt, das ’nur‘ zwei Haltestellen betrifft. Der Metrobus 50 hatte eine wichtige Verbindungsfunktion für Moosach und die angrenzenden Stadtviertel. Der berühmte ‚Moosacher Stachus‘, die Kreuzung von Dachauer Straße und Pelkovenstraße verliert immer mehr von seiner Bedeutung. Das spüren auch die dort ansässigen Gewerbetreibenden und Ärzte. Die Unterstützung für die Wiederinbetriebnahme des Metrobusses zum Moosacher Bahnhof ist sehr groß.

Die Bürgerinitiative und der Fahrgastverband planen weitere Aktivitäten, die auch von der Schauspielerin Monika Baumgartner und dem Landtagsabgeordneten Martin Runge unterstützt werden.