Mit Herz und Verstand handeln: Münchner helfen gerne

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 12.02.2012 (04/2012)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Zivilcourage ist für viele Münchner kein Fremdwort. Sie helfen gerne, wenn es um Fragen zum Tarif geht – aber auch wenn es sich um kompliziertere Sachverhalte dreht. Wie geht man mit einem Defibrillator um? Wie funktionieren die Notrufeinrichtungen bei S- und U-Bahn? Wie kann man sich selbst vor einer bedrohlichen Situation schützen? Die Bundespolizei, die Berufsfeuerwehr München und die Aktion Münchner Fahrgäste beantworten diese Fragen bei einem Verhaltenstraining für Fahrgäste. Am Donnerstag, 23. Febuar 2012, findet im Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Schwanthalerhöhe der nächste Kurs statt. Die Veranstaltung beginnt um 13:30 Uhr und die Teilnahme ist kostenlos. Die Anmeldung erfolgt unter http://www.fahrgaeste.de/ .

Seit 2010 veranstalten der Münchner Fahrgastverband, das Polizeipräsidium München und die Bundespolizeiinspektion München ein Verhaltenstraining für Fahrgäste. Schirmherr ist der Münchner Oberbürgermeister, Chrisitan Ude.

Trambahn nach St. Emmeram ist ein voller Erfolg

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 30.01.2012 (03/2012)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die neue Münchner Trambahnstrecke nach St. Emmeram ist ein voller Erfolg. Die Züge sind sehr gut besetzt, teilweise gibt es sogar schon Platzprobleme. Auch die Linienführung der Stammlinie 16 über den Max-Weber-Platz, das Isartor, den Stachus bis zum Romanplatz hat sich sehr bewährt. Die schmerzliche Lücke zwischen dem Effnerplatz und dem Arabellapark konnte nun endlich geschlosen werden. Natürlich gibt es an manchen Stellen noch Nachbessrungsbedarf. So wünschen sich die Eltern und die Schulleitung des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums einen Spritzschutz an der Haltestelle Cosimabad und werden dabei auch vom zuständigen Bezirksausschuß unterstützt. Die Situation an der Haltestelle Arabellapark/Bogenhausener Krankenhaus muß durch eine zusätzliche Ampel für die Fahrgäste, die zur U-Bahn Richtung Innenstadt umsteigen wollen, verbessert werden.

‚Es ist eine schöne Bestätigung für unseren Einsatz in den vergangenen Jahrzehnten für die neue Trambahnstrecke, wenn man die vollen Trambahnzüge Richtung St. Emmeram täglich sehen kann‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste und Mitglied im Bezirksausschuß Bogenhausen. ‚Möglichst bald muß auch die Trambahnlinie 18 zusätzliche Fahrten nach St. Emmeram einlegen.‘

Die kritischen Stimmen zum Lärm der neuen Linie sind sehr vereinzelt, wenn sie natürlich auch von manchem Lokalpolitiker aufgebauscht werden. Die übergroße Mehreheit der Fahrgäste möchte die bequeme Fahrmöglichkeit in die Innenstadt nicht mehr missen.

S-Bahn München ist gut durch den Herbst 2011 gekommen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 04.01.2012 (02/2012)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die offizielle Herbstperiode für die S-Bahn München endete am 15. Dezember 2011. Die Aktion Münchner Fahrgäste überprüfte den subjektiven Eindruck, daß die S-Bahn diesmal ganz gut durch den Herbst gekommen ist.

In den vergangenen Jahren ist es bei der S-Bahn München während des Herbstes immer wieder zu spürbaren Angebotseinschränkungen gekommen. Die Gründe waren restriktive Auflagen der zuständigen Aufsichtsbehörde, dem Eisenbahn-Bundesamt (EBA), zur Geschwindigkeitsabsenkung im Zusammenhang mit einer Schmierfilmbildung auf den Gleisen und dadurch verminderter Bremswirkung. Das Eisenbahnbundesamt machte das Aufheben dieser Auflagen von der Verbesserung der Bremstechnik der S-Bahn Flotte abhängig.

Deshalb investierte die S-Bahn München in den letzten zwei Jahren insgesamt etwa 47 Mio. € in ihre Fahrzeuge. Insgesamt baute sie 1904 zusätzliche Besandungsanlagen in ihre Züge ein, die bei herbstlichen Witterungsbedingungen und damit verbundener Schmierfilmbildung die Bremswirkung verstärken. Damit erfüllte die S-Bahn München die Voraussetzungen für den Wegfall der Geschwindigkeitsrestriktionen.

Ergänzend zur technischen Fahrzeugoptimierung trainierte sie ihre Triebfahrzeugführer im Rahmen von Simulatorfahrten und speziellen Unterrichten kontinuierlich für Fahrten bei herbstlichem Schmierfilm.

Die DB Netz setzte während der Herbstperiode vorbeugend spezielle mit einem Schienenpflegesystem ausgerüstete Züge ein, die durch das Hochdruckreinigen der Schienenstränge das Risiko der Schmierfilmbildung vermindern oder einen vorhandenen Schmierfilmbelag beseitigen.

In diesem Jahr konnte die S-Bahn München im Herbst, der kritischen Jahreszeit für das System Rad / Schiene, erstmals ihre komplett nachgerüstete Flotte einsetzen. Nachdem die Herbstperiode vorbei ist, ziehen die S-Bahn und der Fahrgastverband Bilanz – und diese fällt positiv aus:

Im Herbst 2011 konnte die S-Bahn München ihren Betrieb ohne jegliche Geschwindigkeitseinschränkungen oder sonstige fahrzeugtechnische Restriktionen durchführen. Lohn der hohen Investition und der guten Vorbereitungen war ein durchgängiges Angebot aller Stamm- und Ver-stärkerlinien auch im Herbst 2011. In den Vorjahren war es seit 2007 zu spürbaren Angebots- und Qualitätseinbußen gekommen.

Der Geschäftsleiter Produktion der S-Bahn München, Bernhard Weisser, zieht deshalb ein klares Fazit: ‚Unserer hohe Investition hat sich im Herbst 2011 ausgezahlt, die neue Technik hat ihre Bewährungsprobe bestanden. Mit der neuen Bremstechnik werden wir – wie im vergangenen Jahr – auch während künftiger Herbstperioden trotz Schmierfilmbildung unsere Stamm- und Verstärkertakte vollständig fahren und damit den planmäßigen Fahrplan anbieten. Unsere Triebfahrzeugführer haben heuer einmal mehr einen klasse Job gemacht.‘

‚Wir freuen uns, daß die S-Bahn München ihr Versprechen eingelöst hat, im Herbst wieder restriktionsfrei zu fahren und ihren Regelfahrplan anzubieten‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Die kontinuierliche Verbesserung des bestehenden Systems ist ein richtiger Weg, der auch weiterhin beschritten werden muß! Wir erwarten, daß auch für den Winter erfolgreiche Maßnahmen getroffen werden!‘

Stadt, Land und Bund müssen mit klaren Prioritäten investieren

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 03.01.2012 (01/2012)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Das Jahr 2011 ist zu Ende gegangen und wichtige Infrastrukturprojekte sind nicht in Angriff genommen worden – oder die Finanzierung ist völlig offen. Leider neigen die verantwortlichen Politiker zu vollmundigen Versprechungen ohne sich konkrete Gedanken um das erforderliche Geld für die Investition, den Betrieb oder gar um die Sanierung der Anlagen zu machen. Besonders ärgerlich ist die sinnlose Verschwendung von Geld der Fahrgäste oder der Steuerzahler wenn damit überflüssige Aktenordner gefüllt werden. Beispiele sind die Planungen für den Transrapid oder das Gezerre um die Trambahnzüge in München.

‚Bevor über neue Tunnelprojekte und Bahnhöfe nachgedacht wird, muß die Kasse in Augenschein genommen werden. Es ist falsch, heute Infrastrukturmaßnahmen mit Schulden zu finanzieren‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Auch kommende Generationen wollen die Infrastruktur mit eigenen Projekten ausbauen und nicht nur vorhandene Projekte abbezahlen müssen.‘

Der Fahrgastverband fordert eine ausreichende Finanzierung für den Erhalt der bestehenden Anlagen und eine Konzentration auf überschaubare und wirklich finanzierbare Projekte. Positive Beispiele sind die Beschleunigung von Linien und der Ausbau des Münchner Trambahnnetzes.