Tod von Dominik Brunner war Anlaß für Zivilcouragetraining

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 07.09.2012 (43/2012)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Am 12. September jährt sich der Todestag von Dominik Brunner, der im Jahr 2009 im S-Bahnhof Solln ermordet wurde. Das tragische Ereignis war der Anlaß für die Aktion Münchner Fahrgäste die Initiative für noch mehr Sicherheit in Bus und Bahn zu ergreifen. Das Polizeipräsidium München, die Bundespolizeiinspektion München und der Fahrgastverband veranstalten seither ein Verhaltenstraining für Fahrgäste unter dem Motto: Mit Herz und Verstand handeln. Notfall? Du hilfst – ich auch!

Die kostenlosen Veranstaltungen finden im Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Schwanthaler Höhe statt. Die Anmeldung erfolgt im Internet unter www.fahrgaeste.de. Unter der Rufnummer (01805) 661010 erreicht man Montag bis Freitag von 07:00 bis 20:00 Uhr den Service-Dialog der S-Bahn München und kann sich telefonisch anmelden. Der Anruf kostet 14 ct/Min. aus dem deutschen Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 42 ct/Min. Die nächste Veranstaltung findet am 15. Oktober 2012 statt und beginnt um 13:30 Uhr.

In einem ausführlichen praktischen Teil gibt es die Möglichkeit bei einem Rollenspiel im Originalfahrzeug das richtige Verhalten zu üben. Die Berufsfeuerwehr München zeigt mit einer Puppe die richtige Anwendung eines Defibrillators.

Die Dominik-Brunner-Stiftung, der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV), die Deutsche Bahn, die Bayerische Oberlandbahn (BOB) und die Berufsfeuerwehr München unterstützen die Veranstaltungsreihe. Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude hat die Schirmherrschaft übernommen. Seit 21. Januar 2010 haben 46 Veranstaltungen mit über 900 Teilnehmern stattgefunden.

Terminhinweis:

Das Bayerische Fernsehen berichtet am Sonntag, 9. September 2012 um 18:05 in seiner Sendung ‚Aus Schwaben und Altbayern‘ über das Zivilcouragetraining.

MVV-Fahrpreiserhöhung 2013 und 2014

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 04.09.2012 (42/2012)

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Mit großer Verwunderung nimmt die Aktion Münchner Fahrgäste den geplanten dreisten Griff in den Geldbeutel der Fahrgäste des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) zur Kenntnis. Nur mit Wahlkampftaktik läßt sich erklären, daß der Vorsitzende der MVV-Gesellschafterversammlung, der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, einen ‚Doppelschlag‘ zulassen will. Eine Tariferhöhung paßt derzeit überhaupt nicht in die Landschaft, da ’sein‘ Verkehrsunternehmen, die Münchner Verkehrsgesellschaft, eine nicht hinnehmbare Minderleistung abliefert. Die Tarife sowohl 2013 wie auch 2014 erhöhen zu wollen, obwohl man noch gar nicht weiß, wie sich das Angebot entwickelt, ist wirklich abenteuerlich.

Vorsorglich wiederholen wir unsere Forderungen:

– keine Tariferhöhung bei der Streifenkarte. Dieses Angebot wird gerade von jungen Leuten genutzt (U21-Tarif) und von Senioren, die sich keine Monatskarte leisten können.

– flexible Geltungsdauer von Monats- und Wochenkarten. Dies ist bei der Deutschen Bahn und zum Beispiel in Berlin längst Standard.

– das Problem mit der Preisverdoppelung an der ersten Zonengrenze muß angegangen werden.

– Semesterticket. Das unwürdige jahrelange Gezeter muß ein Ende haben.

Zusätzlich fordern wir freie Fahrt für Kinder auf der Kurzstrecke. Die Fahrpreise für Kinder sind im MVV sehr attraktiv. Aber es ist ein Ärgernis, daß eine Fahrt zur nächsten Haltestelle genausoviel kostet, wie eine Fahrt durch das Gesamttarifgebiet.

‚Wir fordern ein transparentes Verfahren für die MVV-Fahrpreiserhöhungen und eine angemessene Gegenleistung der Verkehrsunternehmen‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Leistungskürzungen und nicht gehaltene Fahrplanversprechen passen nicht zu einer Tariferhöhung. Daran muß der Münchner Oberbürgermeister einmal denken.‘

Bahn hat die Stammstreckensperrung gut gemeistert

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 20.08.2012 (41/2012)

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An sieben Wochenenden verkehrten auf der Stammstrecke der S-Bahn München keine Züge. Statt dessen gab es einen Schienenersatzverkehr (SEV) und teileweise veränderte Linienführungen der S-Bahnzüge. Nach Abschluß der diesjährigen Arbeiten stellt der Fahrgastverband fest, daß die Stammstreckensperrung insgesamt gut gemeistert wurde. Die verschiedenen Bereiche der Bahn haben ihre jeweiligen Aufgaben gut erfüllt und im Sinne der Fahrgäste zusammengearbeitet. Natürlich gab es Unzulänglichkeiten und man wird für künftige derartige Ereignisse Lehren ziehen können. Aber es wurde von der Bahn sehr schnell auf Anregungen und Hinweise reagiert. Beispielsweise wurde die Beschilderung nach dem ersten Wochenende deutlich verbessert.

Im Verlauf der vergangenen Wochen war zu bemerken, daß sich die Münchner Fahrgäste im System des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) anders orientierten und andere Wege bevorzugten. Dies zeigt aus Sicht der Aktion Münchner Fahrgäste, wie wichtig gute Verknüpfungen der Verkehrsmittel auch im Regelbetrieb sind.

Einen großen Anteil am Gelingen hatten die eingesetzten Servicekräfte. Sowohl die Mitarbeiter der Bahn, wie auch die zusätzlichen Mitarbeiter gaben sich die größte Mühe, die Fahrgäste auf den besten Weg zu schicken.

Das Konzept der SEV-Linie von Pasing zum Ostbahnhof hat sich bewährt. Selbst in Zeiten von erhöhtem Individualverkehr in der Innesnstadt kamen die versprochenen 20 Busse in der Stunde, wenn auch teilweise mit größeren Abständen. Gut war, daß die SEV-Linie auch die ganze Nacht über fuhr. Zusammen mit dem regulären Nachtverkehr war es ein gutes Angebot.

Ein Lob gibt es für die Planung und Ausführung der Bauarbeiten. Es ist ja nicht selbstverständlich, daß immer alles rechtzeitig wieder dem Betrieb übergeben wird. Aber es hat geklappt und die Züge fuhren jeweils im Berufsverkehr am Montagmorgen wieder.

Natürlich kann Gutes auch immer noch besser werden, so fordern wir ganz klar ‚Freie Bahn für SEV-Busse‘. Die Behörden der Landehauptstadt München müssen da noch mehr für die Fahrgäste tun und öfter einmal eine Entscheidung für den Linienverkehr auch an der Oberfläche treffen.

Gedanken an eine Kürzung der Intervalle des SEV-Verkehrs sollten erst gar nicht aufkommen, denn der Ausfall nur eines Busses würde dann zu nicht mehr hinnehmbaren Wartezeiten führen. Der Besetzungsgrad einzelner Fahrzeuge ist kein Maßstab für die Notwendigkeit des Ersatzverkehrs.

‚Die Münchner Fahrgäste erwarten nun natürlich auch einen zuverlässigeren Betrieb und eine bessere Information im Störungsfall‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. Die S-Bahn ist das wichtigste Verbindungsglied zwischen der Region und der Stadt. Für ihre Zuverlässigkeit muß künftig noch mehr getan werden.‘

Ambitioniertes Programm muß zügig umgesetzt werden

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 17.08.2012 (40/2012)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Am 9. Mai 2012 hat die Bayerische Staatsregierung ein Sofortprogramm für den Ausbau der Münchner S-Bahn beschlossen. Damit wurde win wichtiger Schritt zur Verbesserung für die Fahrgäste unabhängig von anderen Projekten und Wünschen getan. Die Aktion Münchner Fahrgäste unterstützt das Sofortprogramm. Seither sind nun 100 Tage vergangen – und der aktuelle Stand der Dinge interessierte den Fahrgastverband. In einem ausführlichen Gespräch mit den zuständigen Mitarbeitern von Verkehrsminister Martin Zeil konnte festgestellt werden, daß die Finanzierung des bayerischen Anteils gesichert ist und die Projekte mit großer Aufmerksamkeit verfolgt werden. Natürlich gibt es nach dieser für Bauprojekte kurzen Zeit noch keine sichtbaren Baumaßnahmen, aber die Projektorganisation ist aufgestellt. Beinahe für alle Projekte gibt es einen Termin zur Inbetriebnahme.

‚Wir wünschen uns rasche Fortschritte bei der Umsetzung des Sofortprogramms für die Münchner S-Bahn‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Alle Beteiligten müssen nun konstruktiv zusammenarbeiten und bald wirkliche Erfolge vorweisen.‘

So wird ein wichtiges Vorhaben, die verkehrliche Prüfung des Regionalzughaltes Poccistraße wird bis zum Jahresende 2012 abgeschlossen. Hoffentlich mit einem positiven Ergebnis, denn die Verknüpfung der Regionalzüge aus Mühldorf und Rosenheim mit der U-Bahn am Bahnhof Poccistraße würde eine deutliche Vrbesserung für viele Fahrgäste bedeuten – und auch die Tunnelstrecke der S-Bahn entlasten.

Wenn die Planfeststellung für die Sendlinger Spange im Jahr 2015 abgeschlossen werden könnte, wäre eine spürbare Erleichterung für alle S-Bahnfahrgäste aus dem Westen in Sicht.

Eine kreuzungsfreie Einführung der S-Bahnen am Westkreuz würde den Betrieb wesentlich zuverlässiger machen.

Insgesamt muß das Netz der MVV-Verkehrsmittel noch besser verknüpft werden, damit im Falle von geplanten und auch ungeplanten Sperrungen die Fahrgäste auf andere Regellinien ausweichen können.