Neue Notrufsäule bei der Münchner U-Bahn

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 17.09.2009 (36/2009)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die Münchner U-Bahn verfügte schon immer über sehr gute und wirksame Notfalleinrichtungen. Auch ist an vielen Bahnhöfen ein Defibrillator untergebracht. Aber die Aktion Münchner Fahrgäste begrüßt die gelungene Weiterentwicklung und Bündelung der Notfalleinrichtungen. Das wichtigste an jeder Notfallsäule ist aber der Fahrgast, der sie rechtzeitig bedient. Der mutmaßliche Mord an einem Fahrgast an einem Schnellbahnhof in der letzten Woche hat allen wieder ins Bewußtsein gerufen, daß es auch gefährliche Situationen in einem grundsätzlich sicheren System geben kann. Der Fahrgastverband hat immer wieder gefordert, daß die U-Bahnhöfe zusätzlich mit der Möglichkeit zum Mobilfunkempfang ausgerüstet werden. Dieser Wunsch wurde bereits letzte Woche an einigen Stationen erfüllt. Dennoch sind die festen Einrichtungen an den Bahnhöfen unverzichtbar. Denn damit kann zum Beispiel ein Zug gestoppt werden – oder die Einfahrt des nächsten Zuges verhindert werden.

Das Wichtigste bei all diesen Einrichtungen ist aber der Fahrgast selbst. Nur wenn beherzte Menschen einen Alarm auslösen oder die Notbremse ziehen kann Schlimmes verhindert werden. Auch wir verlangen von niemandem, daß er etwas leistet, was seine Kräfte und Fähigkeiten übersteigt. Aber einen Notfall melden kann jeder!

Besonders begrüßen wir an den neuen Säulen die Möglichkeit zur Information. Damit wird eine wichtige Lücke geschlossen. Manchmal kennt man sich einfach nicht aus, manchmal ist eine Meldung nicht von höchster Priorität. Diese Einrichtungen haben sich zum Beispiel schon in Hamburg und Berlin sehr bewährt.

Wir danken an dieser Stelle ausdrücklich Paul Kramer vom Baureferat, der diese Säule mit entwickelt hat und Herbert König, Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft, der die Finanzierung dieser Säulen sicherstellt.

Die Vorschläge, jeden Zug mit Wachpersonal zu besetzen, sind weder finanzierbar noch wünschenswert. Vielmehr muß sich eine Gesellschaft hilfsbereit gegenüber jedem zeigen, der Hilfe nötig hat. Dazu gehören sowohl die technischen Einrichtungen, als auch die Menschen, die sie bedienen.

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