Die Aktion Münchner Fahrgäste feiert ihr Jubiläum im Verkehrszentrum des Deutschen Museums und mit einer S-Bahnsonderfahrt.
Grußwort des Münchner Oberbürgermeisters
Die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs und vor allem auch der Münchner Trambahn, das stand bei der Gründung der Aktion Münchner Fahrgäste 1989 ganz oben auf der Agenda.
Und das war und ist nach wie vor auch das Ziel der städtischen Verkehrspolitik, zumindest seit der Weichenstellung vom 9. Juli 1986.
Fahrgäste sagen Danke
Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 27.06.2014 (18/2014)
Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de
Die Münchner Fahrgäste mußten in dieser Woche wieder mit schweren Störungen des fahrplanmäßigen Linienverkehrs in München zurecht kommen. Die verschiedenen Warnstreikaktivitäten der Gewerkschaften des Nahverkehrs waren dafür mitverantwortlich. Trotzdem sagt der Fahrgastverband allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: Danke!
‚Wir danken allen, die für einen reibungslosen Linienverkehr in München verantwortlich sind. Dieser Dank gilt einmal für die geleistete Arbeit an 365 Tagen. Aber auch für die relativ maßvollen Warnstreikaktionen‘, sagt Andreas Nagel. Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Die übergroße Mehrheit der Fahrgäste bringt den Mitarbeitern des Fahrdienstes genausoviel Wertschätzung entgegen, wie den Mitarbeitern hinter den Kulissen.‘
Die Warnstreikaktionen in anderen Städten Bayerns waren maßlos und überzogen. 24 Stunden darf kein Warnstreik dauern. In München haben sich die Gewerkschaften um Arbeitskampfmaßnahmen bemüht, die die Fahrgäste nicht unmittelbar betroffen haben. Natürlich fordert der Fahrgastverband weiterhin eine Vorwarnzeit von 72 Stunden und mindestens die Einhaltung der von den Gewerkschaften selbst gesetzten Frist von 24 Stunden. Natürlich fordern wir die Tarifparteien auf, sich sofort wieder an den Verhandlungstisch zu setzen! Nur dort können Lösungen gefunden werden.
Als Ausdruck des Dankes findet am Sonntag, 29. Juni 2014, 12:00 Uhr eine Veranstaltung am Karlsplatz (Stachus) statt. Treffpunkt ist der Infokiosk am Stachus, den der Fahrgastverband im zweiten Untergeschoß, direkt am S-Bahnzugang, betreibt.
Warnstreik in Nürnberg ist maßlos überzogen
Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 24.06.2014 (17/2014)
Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de
Die U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse in Nürnberg werden bestreikt. Die Gewerkschaften haben zu einem Warnstreik mit einer Dauer von 24 Stunden aufgerufen.
‚Mit völligem Unverständnis blicken wir nach Nürnberg‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Ein Warnstreik mit einer Dauer von 24 Stunden ist völlig maßlos und überzogen!‘
Schon ein einstündiger Warnstreik wäre ein nicht zu übersehendes Signal. Er hätte schon gravierende Auswirkungen auf den Betrieb von Bussen und Bahnen. Wer über soviel Macht, wie die Gewerkschaften im Nahverkehr verfügt, muß diese macht auch verantwortungsvoll einsetzen. Es werden unzählige Fahrgäste getroffen, die ja nicht zum Spaß die Linienverkehrsmittel in den frühen Morgenstunden nutzen. Hier werden Leute getroffen, die oft auch nicht über alternative Fortbewegungsmöglichkeiten verfügen.
Der Fahrgastverband dankt den Verantwortlichen in München, die ein besonneneres Vorgehen angekündigt haben. Allerdings ist die von den Gewerkschaften selbst gesetzte Frist von 24 stunden bereits unterschritten, wenn es zu wirksamen Maßnahmen in der morgigen Frühe kommen soll.
‚Wir bleiben dabei, daß die Gewerkschaften einen Streik 72 Stunden vorher ankündigen müssen‘, sagt Nagel weiter. ‚Sonst ist es ein leeres Gerede, daß nicht gegen die Fahrgäste gestreikt wird. Ein Warnstreik muß auch ein überschaubares Ausmaß haben 24 Stundel liegen ja völlig außerhalb des Verantwortbaren.‘
Die Wirkungen des Streiks des Fahrpersonals auf die Arbeitgeber sind im übrigen zweifelhaft. Alle Besitzer von Zeitkarten bezahlen ja weiterhin, die Verkehrsunternehmen sparen sich einen großen Teil der Personalausgaben, die ja nicht unereheblich sind. Es wirrd zwar niemand zugeben, aber vielleicht ist ein Streik sogar gut für die Kasse der Arbeitgeber. Das wäre natürlich besonders fatal.
Tarifkonflikt muß auch einmal am Verhandlungstisch gelöst werden
Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 22.06.2014 (16/2014)
Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de
Wieder einmal droht der Münchner Nahverkehr durch einen Streik lahm gelegt zu werden. Besonders ärgerlich ist, daß man die Fahrgäste über den Beginn und das Ausmaß der Arbeitskampfmaßnahmen im Ungewissen lassen will. Bisher haben die Fahrgäste gewerkschaftliche Forderungen mit viel Verständnis aufgenommen. Aber inzwischen ist ein kritischer Punkt erreicht. Die Tarifauseinandersetzung auf Kosten Dritter wird zunehmend kritisch gesehen.
‚Ich kenne keine Branche in Deutschland bei der so oft und so vehement gestreikt wird, wie beim Nahverkehr‘ sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir fordern eine genaue Ankündigung aller Maßnahmen spätestens 72 Stunden vor dem Beginn!‘
Die Sicherheit der Arbeitsplätze muß bei den gewerkschaftlichen Forderungen auch einmal in Betracht gezogen werden. Während die Mitarbeiter namhafter Münchner Unternehmen in ständiger Ungewißheit leben und um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen, sind die Arbeitsplätze bei den Verkehrsunternehmen sicher. Betriebsbedingte Kündigungen sind unbekannt.
im Jahr 2014 kommen durch die ‚Sonnensteuer‘ ungeahnte Kosten auf die Fahrgäste zu. Die Kapazitäten müssen dringend ausgebaut werden, um der Nachfrage Schritt zu halten. Und die MVV-Tariferhöhung zum Jahreswechsel darf zu keinem Schock bei den Fahrgästen führen.
‚Wir fordern die Tarifparteien auf, sofort an den Verhandlungstisch zurückzukehren und eine Lösung des Tarifkonfliktes herbeizuführen!‘ so Nagel abschließend.
