Landräte tragen geplante MVV-Tariferhöhung von 3,6 % nicht mit

‚Der seitens der Landeshauptstadt München und des Freistaates Bayern wohl ausgehandelte Kompromiss von 3,6 % Tarifsteigerung wird von den acht Verbundlandkreisen abgelehnt,‘ so Robert Niedergesäß, Landrat des Landkreises Ebersberg und Sprecher der acht Verbundlandkreise in einer Pressemitteilung. Niedergesäß: ‚Von 6 % Steigerung war ohnehin nie die Rede, das muss eine reine Nebelkerze sein. Maximal 4,5 % Steigerung wurden in den Gremien des MVV vorgelegt. Die Modelle der Landkreise und des Freistaates sahen maximal 2,9 % vor.

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Zuverlässigkeit steigern, bessere Verknüpfungen schaffen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 10.09.2014 (26/2014)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Am Mittwoch, 10. September 2014, gegen 6:55 Uhr kam es bei der Fahrt einer S-Bahn der Linie S3 zwischen Laim und Pasing zu einem Kurzschluß, bei dem die Oberleitung heruntergerissen wurde. Der Zug kam auf freier Strecke zum stehen. Die Fahrgäste wurden mit einem parallel bereit gestellten Zug gerettet. Ein Fahrgast erlitt einen Schwächeanfall und mußte ärztlich behandelt werden. Die liegengebliebene S-Bahn wurde mit einer Diesellok aus dem stromlosen Abschnitt abgeschleppt. Anschließend wurde begonnen die Oberleitung mit einem Turmtriebwagen reparieren.

‚Es kann immer zu einem Unglück kommen‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wichtig für die Fahrgäste ist aber eine gute Verknüpfung der Verkehrsmittel und eine angemessene Fahrgastinformation. Der auch von der Bayerischen Staatsregierung gewünschte Regionalzughalt Poccistraße hätte auch bei diesem Störfall zu einer wesentlichen Verbesserung der Situation beigetragen.‘

Für einen Störfall im Westen der Landeshauptstadt fordert der Fahrgastverband eine möglichst unabhängige Fahrmöglichkeit auf Gleisen des Regional- oder Fernverkehrs. Die Verknüpfung zur Trambahn hat sich zwar durch die Verlängerung der Trambahnlinie 19 verbessert, aber eine Trambahnlinie im 10-Minuten-Takt kann natürlich keine S-Bahnverbindung ersetzen. Grundsätzlich muß die Zuverlässigkeit des Systems der Linienverkehrsmittel verbessert werden.

Lokführer und Bahn müssen jetzt vernünftig verhandeln

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 07.09.2014 (25/2014)

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Schon mit zwei Warnstreiks mußten die Fahrgäste erhebliche Behinderungen in Kauf nehmen, weil des den Lokführern und dem Management der Bahn nicht gelingt in Verhandlungen zu einem vernünftigen Ergebnis zu kommen. Beide Seiten müssen die Rahmenbedingungen, die durch das Grundgesetz, andere gesetzliche Regelungen und die entsprechende Rechtsprechung vorgegeben sind, anerkennen und sich auf dem Verhandlungswege aufeinander zu bewegen.

‚Wir fordern die Tarifparteien auf, mit dem notwendigen gegenseitigen Respekt nach einer Lösung zu suchen‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir wissen, daß kein Zug ohne Lokführer fährt. Das muß man uns nicht beweisen.‘

Wenigstens sind die Streikmaßnahmen dem Sinn eines ‚Warnstreiks‘ gerecht geworden. Da handelt die Lokführergewerkschaft wesentlich verantwortungsbewußter als die Gewerkschaft Verdi, die mit einem 24stündigen Warnstreik jedes gerechte Maß vermissen ließ. Wenn man nun auch einen Warnstreik 48 Stunden vorher ankündigen würde, dann könnten sich die Fahrgäste darauf einstellen. Es kann ja nicht das Ziel der Streikenden sein, daß die Fahrgäste sinnlos an den Bahnhöfen ausharren müssen. Es gibt ja schon genügend Unvorhergesehenes. Weichen und Signale kündigen ihren Streik ja überhaupt nicht an. Aber den Fahrgast trifft es immer. Da sollten die Lokführer die Auswirkungen ihrer Streiks für die Fahrgäste möglichst halten.

MVV-Fahrgästen droht eine massive Fahrpreiserhöhung ohne Leistungsverbesserung

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 05.09.2014 (24/2014)

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Den MVV-Fahrgästen droht zum Jahresende eine massive Fahrpreiserhöhung. Aber eine angemessene Ausweitung des Leistungsangebotes ist trotz steigender Fahrgastzahlen nicht in Sicht. Die Politik ist nun auf allen Ebenen gefragt, ordnend einzugreifen. Es ist immer ein geheimnisvolles Ritual, wie die MVV-Fahrpreise erhöht werden. Die Verkehrsunternehmen benötigen regelmäßig mehr Geld, um das Angebot finanzieren zu können. Daß die Fahrgäste dieses Geld aufbringen müssen, würde man aber am liebsten verschweigen.

Interessant für die Fahrgäste ist einmal die absolute Zahl der durchschnittlichen Erhöhung, dann aber auch die Verteilung auf die verschiedenen Kundengruppen. Sollen die treuen Zeitkartenkunden verstärkt zur Kasse gebeten werden – oder die Gelegenheitsfahrer, die sich dann vielleicht vom teuren Linienverkehrsmittel abwenden?

Natürlich gibt es eine Vielzahl von Rahmenbedingungen, die beachtet werden müssen. So kann man die Fahrkarten nur in Schritten von 10 Cent verteuern, damit die Automaten damit zurecht kommen.

Die Anliegen des Fahrgastverbandes sind einerseits ein auskömmliches Einkommen für die Verkehrsunternehmen, aber auch akzeptable Preise für die Fahrgäste, die auch noch gerecht verteilt sein sollen. Was ärgerlich ist, sind doppelte Aufwendungen, die niemand nützen oder sinnlos erbrachte Leistungen. Die Finanzierung zusätzlicher Leistungen, wie die Verlängerung der Metrobuslinie 50 nach Moosach und anderes erwarten wir vom Münchner Stadtrat, der damit seiner Verpflichtung zur Daseinsvorsorge nachkommt.

‚Wir haben ganz klare Forderungen für die wohl unvermeidlichen MVV-Fahrpreiserhöhungen‘, sagt ’Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir können uns höchstens eine 2 vor dem Komma vorstellen – und das ist schon sehr üppig – und wir fordern Verbesserungen für die treuen Zeitkartenabokunden. Insgesamt muß endlich einmal die Ergiebigkeit des Tarifes gesteigert werden!‘

Wenn der Bartarif stabil bleibt, so müssen die Zeitkartenkunden einen überproportionalen Beitrag leisten. Dies ist in diesem Jahr auch gerechtfertigt, da mit der Einführung der flexiblen Wochen- und Monatskarte eine wesentliche Attraktivitätssteigerung erfolgt ist. Die Aktion Münchner Fahrgäste fordert in diesem Zusammenhang allerdings eine Entlastung der Abokunden, die nur noch 9 mal zahlen und 12 mal fahren sollen. Eine Berücksichtigung muß auch die Tatsache finden, daß MVV-Kunden in der Münchner Innenstadt über ein sehr dichtes und gut vernetztes Liniensystem verfügen, während die Fahrgäste auf den Außenästen von Betriebsstörungen ganz massiv beeinträchtigt werden.

‚Wir fordern die Verantwortlichen von Land und Stadt auf, unnötige Ausgaben zu unterbinden, das Angebot entsprechend den Bedürfnissen auszubauen – und die Steigerung des MVV-Tarifes auf ein erträgliches Maß zu begrenzen‘, sagt Nagel abschließend.

Fahrgäste leiden unter Unfall mit Ansage

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 31.08.2014 (23/2014)

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Am Freitag, 29. August 2014, um 04:40 Uhr, fuhr ein 29jähriger italienischer Lkw-Fahrer mit einem Lkw durch eine Bahnunterführung in der Dachauer Straße im Münchner Stadtbezirk Moosach. Sein Lkw mit dem Maschinenaufbau einer Betonpumpe hat eine Höhe von 3,90 Meter. Die Bahnunterführung läßt aber nur eine Gesamthöhe von 3,40 Metern zu. Ein entsprechendes Schild weist auch daraufhin. Der Zusammenstoß verursachte große Schäden an der Brücke und Beschädigungen am Lkw. Bei der Brücke wurden Stahlträger und die Bahngleise verbogen. Der Bahnverkehr wurde zunächst komplett unterbrochen, inzwischen können zwei der drei Gleise wieder langsam befahren werden. Die Flughafenlinie S1 ist immer noch unterbrochen. Die Straße ist schon wieder befahrbar.

‚Dies war ein Unfall mit Ansage und hätte wahrscheinlich vermieden werden können‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir fordern eine Überprüfung aller derartigen Stellen in München und die Errichtung von Höhenkontrollen, die sicher preiswerter sind, als Brückenneubauten.‘

In Polizeikreisen spricht man von der ‚Seufzerbrücke‘, da an dieser Stelle schon etliche Unfälle passiert sind. Einmal hatten die Fahrgäste eines Boppestockbusses wahnsinnig Glück, daß beim Aufprall niemand tödlich verletzt wurde.

Besonders müssen wieder einmal die Fahrgäste des Linienverkehrs unter einer Sperrung leiden. Während der motorisierte Individualverkehr bereits wieder ungehindert fließt, müssen die Nutzer der umweltschonenden Schiene erhebliche Behinderungen erdulden.