Bahn muß in die Zuverlässigkeit bestehender Strecken investieren

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 01.02.2015 (06/2015)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Am Samstag, 31. Januar 2015, meldet um 15:25 Uhr der Störmelder der S-Bahn München: ‚Aufgrund einer Oberleitungsstörung am (Haltepunkt) München Marienplatz kommt es auf der Stammstrecke in beiden Richtungen zu Beeinträchtigungen. Derzeit sind keine Zugfahrten möglich. Die Züge werden derzeit an den Bahnhöfen zurückgehalten und warten dort die Dauer der Störung ab. Es ist mit Verzögerungen zu rechnen.‘ Ab 18:15 Uhr normalisierte sich der Betrieb wieder.

‚Die Zuverlässigkeit der bestehenden Bahnanlagen und -einrichtungen muß gesteigert werden, Herr Hentschel!‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Es sind nun wirkliche Sofortmaßnahmen erforderlich, insbesondere auch der Bau des von der Bayerischen Staatsregierung geforderten Regionalzughaltes Poccistraße.‘

Die S-Bahn München ist auf einen funktionierenden Fahrweg angewiesen. Weichen, Signale und natürlich auch die Oberleitung müssen funktionieren. Volker Hentschel ist bei der Bahn zuständig für das Netz in Bayern, also auch für die Strecken der S-Bahn München.

Der Regionalzughalt Poccistraße wäre im Regelbetrieb schon eine deutliche Verbesserung für die Fahrgäste aus Richtung Mühldorf, Salzburg und Kufstein. Aber auch im Störungsfall könnten dort die Fahrgäste auf die U-Bahnlinien 3 und 6 umsteigen und so das Stadtzentrum erreichen. Der Regionalzughalt Poccistraße wurde von der Bayerischen Staatsregierung in das Projekt ‚Bahnknoten München‘ aufgenommen – und harrt der Realisierung.

‚Wir fordern, daß alle Beteiligten jetzt einmal schnell in die Gänge kommen und den Regionalzughalt Poccistraße, vielleicht auch in verschiedenen Ausbaustufen in Betrieb nehmen‘, so Nagel.

Selbst wenn eine zweite Stammstrecke realisiert werden sollte, so kann man mit einer Realisierung erst in den Jahren nach 2022 rechnen. Bis dahin vergeht ja noch eine geraume Zeit.

Terminhinweis:

Am Donnerstag, 5. Februar 2015, um 18:00 Uhr findet im Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Schwanthalerhöhe, Bavariapark 5, ein Vortrag von Dr. Johann Niggl, dem Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) statt. Die BEG ist für die Bestellung des Schienenpersonennahverkehrs, also auch für die S-Bahn München, zuständig. Der Eintritt kostet 3 Euro, für Mitglieder des Deutschen Museums und des Fahrgastverbandes ist der Eintritt frei. Erreichbar ist das Verkehrszentrum mit den MVV-Verkehrsmitteln U5, U-Bahnhof Schwanthalerhöhe, Metrobus 53 und dem Stadtbus 134 . Im Anschluß an den Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

50 Jahre U-Bahnbaubeginn in München

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 31.01.2015 (05/2015)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Am 1. Februar 1965 erfolgte der erste Spatenstich am heutigen U-Bahnhof Nordfriedhof (damals „Schenkendorfstraße‘) in der Ungererstraße. Der damalige bayerische Ministerpräsident Alfons Goppel und Oberbürgermeister Dr. Hans-Jochen Vogel leiteten damit ein neues Kapitel der Münchner Verkehrsgeschichte ein. An der Stelle, wo damals der erste Stahlträger in den Untergrund eingebracht wurde, erinnert heute ein Denkmal an den Baubeginn. Neuen Schub erhielt der U-Bahnbau mit der Vergabe der Olympischen Sommerspiele nach München im Jahr 1966. Bereits 1967 fanden erste Probefahrten zwischen Studentenstadt und Alte Heide statt. Der Fahrgastbetrieb wurde im Oktober 1971 auf der
U6 zwischen Kieferngarten und Goetheplatz aufgenommen. Das Münchner U-Bahnsystem umfasst heute 100 Bahnhöfe auf einem rund 100 Kilometer langen Streckennetz. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) betreibt derzeit acht U-Bahnlinien und befördert damit jährlich rund 384 Millionen Fahrgäste.

‚Die U-Bahn ist heute ein unverzichtbarer Baustein des Linienverkehrs in München, allerdings stößt ihr Ausbau nun an einen Wendepunkt‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Ganz dringend muß die alte Zuverlässigkeit dieses Verkehrssystems wieder hergestellt werden. Moderne Betriebsverfahren sind unerläßlich.‘

Der Betrieb der U-Bahn und der Unterhalt der Anlagen und Einrichtungen erfordert ganz enorme finanzielle Mittel. Die Bauwerke müssen Stück um Stück saniert werden und ganz besonders wichtig ist eine Investition in eine moderne Signaltechnik. Während in vielen Städten der Welt die Züge automatisch verkehren, ist die Zeit in München stehen geblieben. Man hat sich sogar erst kürzlich zu der gewagten Behauptung verstiegen, daß die Münchner Fahrgäste langsamer ein- und aussteigen als im Rest der Welt.

Die Zukunft der U-Bahn liegt im automatischen Betrieb, sicheren Bahnhöfen mit Bahnsteigtüren und zusätzlichen Zügen, die dem Fahrgastaufkommen gewachsen sind. Ein 80-Sekunden-Takt bleibt das realistische Ziel. Weitere Tunnelstrecken am Stadtrand verschärfen nur die heutigen Probleme an den zentralen Umsteigepunkten. Vor Jahren hatte die Mehrheit der Mitglieder des Münchner Stadtrates schon verstanden, daß es im MVV-Gebiet an vernünftigen Tangenten fehlt. Leider wurde diese Erkenntnis unter der rot-grünen Stadtratsmehrheit niemals konsequent umgesetzt.

‚Die U-Bahn ist ein schnelles Verkehrsmittel in der Innenstadt, ihre nicht unerheblichen Kosten dürfen aber nicht die MVV-Fahrpreise in astronomische Höhen treiben oder wie in der Vergangenheit zu einem Kahlschlag an der Oberfläche führen‘, sagt Nagel abschließend.

Fahrgäste im Dialog: Vortrag und Diskussion mit Dr. Johann Niggl (BEG)

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 30.01.2015 (04/2015)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) ist für die Planung, Finanzierung und Kontrolle des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) in Bayern zuständig. Sie handelt im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr. Ein wichtiger Schwerpunk ist dabei die S-Bahn München. Dieses Verkehrssystem wird demnächst im Wettbewerb ausgeschrieben und es stehen wichtige Ausbaumaßnahmen bevor.

Unter dem Motto ‚Fahrgäste im Dialog‘ veranstaltet die Aktion Münchner Fahrgäste in Zusammenarbeit mit dem Verkehrszentrum des Deutschen Museums einen Vortrag mit anschließender Diskussion: ‚Bahnland Bayern – die Weiterentwicklung des Schienenpersonennahverkehrs in den nächsten Jahren‘. Den Vortrag hält Dr. Johann Niggl, Geschäftsführer der BEG.

So wichtig, wie der Bahnverkehr im Großraum München ist, so ist der flächendeckende Bahnverkehr in ganz Bayern ein unverzichtbarer Standortvorteil. Der Münchner Fahrgastverband setzt sich auch für den Erhalt und Ausbau des Schienenverkehrs in ganz Bayern ein.

Bisher konnte die BEG die Qualität des Angebotes mit neuen Fahrzeugen und dichtem Takt beträchtlich steigern. Dies muß auch in der Zukunft sicher gestellt werden.

Die Veranstaltung findet im Verkehrszentrum auf der Schwanthalerhöhe, Bavariapark 5, am Donnerstag, 5. Februar 2015 um 18:00 Uhr statt. Der Eintritt kostet 3 Euro, für Mitglieder des Deutschen Museums und des Fahrgastverbandes ist der Eintritt frei. Erreichbar ist das Verkehrszentrum mit den MVV-Verkehrsmitteln U5, U-Bahnhof Schwanthalerhöhe, Metrobus 53 und dem Stadtbus 134 . Im Anschluß an den Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion.