Weiter steigende Fahrgastzahlen bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG)

In 2016 sind die Fahrgastzahlen bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) in den Verkehrsmitteln U-Bahn, Bus und Trambahn um 2,1 Prozent gestiegen. Im Dezember stieg das Leistungsangebot um 2,3 Prozent, die Preise wurden jedoch um 2,9 Prozent erhöht.

„Die MVG hätte noch einen viel größeren Fahrgastzuwachs verzeichnen können, wenn nicht wichtige Fahrtrouten wie der Stachus oder die U3 zwischen Münchner Freiheit und Scheidplatz monatelang gesperrt wären“, so Stefan Hofmeir von der Aktion Münchner Fahrgäste. Wo früher teilweise unter rollendem Rad gebaut wurde, wird heute im Ein-Schicht-Betrieb monatelang umgebaut. Und Komplettsperrungen werden in den kommenden Jahren zunehmen, denn auch die U-Bahn-Strecken kommen in die Jahre.

In den Verkehrsmitteln merkt man inzwischen die Fahrgastzunahme deutlich. Die Aktion Münchner Fahrgäste fordert deshalb für das kommende Leistungsprogramm 2018 eine deutliche Ausweitung der Angebote bei U-Bahn, Trambahn und Bus! Dabei müssen auch besonders Tangentialverbindungen verstärkt werden, die die meist bereits überlasteten Innenstadtverbindungen entlasten!

Staffelübergabe bei der S-Bahn München

Nach 8 jährigem, erfolgreichen Einsatz für die S-Bahn München, übergibt Bernhard Weisser nun den „Staffelstab“ an seinen Nachfolger Heiko Büttner.

In seiner Amtszeit wurden ca. 160 Mio. Kilometer von der S-Bahn München gefahren und etwa 840 000 Fahrgäste pro Tag befördert. Ein beachtliche Leistung, die Bernhard Weisser trotz diverser Schwierigkeiten (z. B. notwendige Nachrüstung der Züge mit zusätzlichen Besandungsanlagen wegen Bremsproblemen im Herbst durch Schmierfilmbildung etc.) durch akribische Planung und unermüdlichen Einsatz auf der Jagd nach jeder einzusparenden Sekunde, gemeistert hat.

Dabei hielt er stets einen guten Kontakt zu Fahrgästen und Verbänden und erarbeitete mit diesen in konstruktiven Diskusionsrunden viele Verbesserungen.

So auch die Kombi-Ansagen in perfektem Englisch und Deutsch mit bayerischem Kolorit. Oder das zentrale Öffnen und Schließen der Türen im Stammstreckenbereich, welches die Abfertigung deutlich beschleunigt.

„Wir danken Herrn Weisser für eine sehr konstruktive und von gegenseitigem Respekt geprägte Zusammenarbeit und freut sich mit seinem Nachfolger Heiko Büttner auf eine Weiterführung dieser guten Zusammenarbeit“, so Martin Marino von der Aktion Münchner Fahrgäste.

Aktion Münchner Fahrgäste trauert um Andreas Nagel

Aktion Münchner Fahrgäste trauert um Andreas Nagel

  • Gründer und Sprecher stirbt unerwartet mit 57 Jahren
  • Initiator vieler Verbesserungen rund um den MVV
  • seit 22 Jahren im Bezirksausschuss Bogenhausen

Die Aktion Münchener Fahrgäste trauert um ihren Gründer und Sprecher Andreas Nagel (57). Dieser verstarb völlig unerwartet am vergangenen Freitag auf dem Weg zum Arzt infolge einer Lungenembolie.

Der aus dem Schwäbischen stammende Diplom-Ingenieur für Schienen-Verkehrstechnik kam in den 80er Jahren zum Studium nach München. Weil damals das Rathaus die Trambahn aufs Abstellgleis schieben wollte, gründete er 1989 die Aktion Münchner Fahrgäste. Ohne ihn würde die Linie 25 heute wahrscheinlich nicht mehr bis nach Grünwald fahren. Der Erhalt und Ausbau der Münchner Trambahn lag ihm bis heute besonders am Herzen. 1994 startete er die beliebte Christkindl-Trambahn. Seit 1997 gab es den ehrenamtlich betriebenen Info-Kiosk im Stachus-Untergeschoss, der aufgrund von Umbauarbeiten inzwischen zum Isartor umziehen musste. Im gleichen Jahr ging auch der MVV-Fahrgastbeirat an den Start, deren Sprecher er in den ersten beiden Amtszeiten war. Auch die Silvester-S-Bahn geht auf eine Initiative von ihm zurück.

Nagel kämpfte leidenschaftlich für vielfältige Verbesserungen im Nahverkehr. Er setzte sich für den „Takt 10 bis 10“ bei der Trambahn ein, der 2013 an den Start ging. Auch die zur gleichen Zeit eingeführten flexiblen Zeitkarten gingen auf seine Forderungen zurück. Die Wiedereinführung einer Buslinie in Moosach erkämpfte er leidenschaftlich mit den Anwohnern. Im Januar 2004 erhielt die Aktion Münchner Fahrgäste mit der Aktion Mobil e. V. eine gemeinnützige Dachgesellschaft.

Für besondere Leistungen verlieh Nagel Verantwortlichen und Politikern Preise: 2009 würdigte er S-Bahn-Chef Bernhard Weißer für die gute Kommunikation, die dieser mit den Fahrgästen, den Anwohnern und den politisch Verantwortlichen pflegt. Der damalige OB Christian Ude erhielt den Goldenen Schienennagel für seinen Trambahnausbau, während CSU-Fraktionschef Hans Podiuk für die Blockadepolitik beim ÖPNV-Ausbau den goldenen Hemmschuh verliehen bekam. Aktuell kämpfte er weiterhin für gerechtere Tarife sowie den Bau des Regionalzughalts Poccistraße.

Nach dem Tod von Dominik Brunner initiierte Andreas Nagel das Zivilcourage-Training „mit Herz und Verstand“. Mit Unterstützung des Polizeipräsidiums München, der Bundespolizeiinspektion München, der Dominik-Brunner-Stiftung, des MVV sowie der Münchner Feuerwehr werden jeden Monat kostenfreie Verhaltenstrainings für Fahrgäste im Verkehrszentrum des Deutschen Museums durchgeführt. Tausende von Teilnehmern haben dort seitdem einfache und praxisorientierte Handlungsempfehlungen gelernt, um sich selbst oder anderen Personen in Not- und Bedrohungssituation zu helfen. 2012 erhielt Nagel hierfür den Bayerischen ÖPNV-Preis sowie den Deutschen Schienenverkehrspreis.

Auch beruflich drehte sich bei Nagel alles um den Schienenverkehr. Bei Krauß-Maffei in Allach, inzwischen Siemens Transportation Systems, nahm der Eisenbahningenieur Lokomotiven in Betrieb. Nagel gestaltete München auch politisch. Seit 22 Jahren war er für die Partei David contra Goliath (DacG) Mitglied des Bezirksausschusses BA 13 (Bogenhausen).

Die Aktion Münchner Fahrgäste verliert mit ihm einen engagierten Kämpfer und aufrichtigen Freund, der stets für Fragen und Anliegen der
Fahrgäste ein offenes Ohr und eine Lösung hatte.

Trauergottesdienst:
Do 26.1. um 19 Uhr in St. Ludwig (Ludwigstraße, Höhe Schellingstraße)

Beerdigung:
Fr 27.1. um 14 Uhr im Stadtfriedhof Tübingen

Ein druckbares Bild von Andreas Nagel ist unter http://www.fahrgaeste.de/AndreasNagel.jpg downloadbar.

Für Rückfragen:
Aktion Münchner Fahrgäste
Martin Marino, Tel: 0151 4 1919252
Stefan Hofmeir, Tel: 089 48951049

Trambahnen im Schnee

Wir haben uns heute in die bittere Kälte gewagt um ein paar schöne Aufnahmen im Schnee zu machen. Herausgekommen ist dabei das hier: R2 2162 am Effnerplatz auf der Linie 18 Richtung Gondrellplatz und R2 2119 auf der Linie 23 an der verschneiten Haltestelle Domagkstraße. Wir finden, das Frieren hat sich gelohnt.

Stammstrecke der S-Bahn München sofort nachhaltig ertüchtigen

Am ersten Tag des Jahres kam es schon wieder zu massiven Betriebseinschränkungen im Münchner S-Bahnsystem. Durch eine Oberleitungsstörung kam es ab etwa 15 Uhr zu massiven Störungen, die sich bis zum Betriebsschluß hinzogen. Auslöser war ein Luftballon, der zu einem Kurzschluß führte.

„Wir fordern eine massive Ertüchtigung der bestehenden Stammstrecke, zum Beispiel mit einer festen Oberleitung“, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. „Eine Einzäunung sowie eine Eindringüberwachung an den Tunnelmündern sind dringend notwendig.“

Auch wenn die Entscheidung für einen zweiten Stammstreckentunnel gefallen ist, so können die Fahrgäste nicht bis zur Eröffnung im Jahr 2026 warten. Es muß massiv in eine zuverlässige Infrastruktur investiert werden. Den Regionalzughalt Poccistraße wünscht sich der Fahrgastverband nicht erst in den folgendne Jahrzehnten, sondern so schnell, wie man ihn technisch realisieren kann. Zwei Jahre sollten eigentlich für die Aufschüttung eines Bahnsteiges ausreichend sein. Vielleicht kann man ja zuerst auch mit einer noch nicht ganz perfekten Übergangslösung leben.

Weichen, Signale, Bahnübergänge und die Oberleitung müssen jedenfalls auf einen akzeptablen Stand gebracht werden, damit die massiven Störungen des S-Bahnbetriebes endlich zurückgehen.