Stadtwerke München suchen einen neuen Geschäftsführer Verkehr

Zum 1. September 2016 suchen die Stadtwerke München einen neuen Geschäftsführer Verkehr. Bewerben kann man sich bis zum 31. Dezember 2015 bei der Personalberatung LAB & Company in Düsseldorf. Große Herausforderungen kommen auf die Person zu, die auch die Münchner Verkehrsgesellschaft aus dem Tal von Pleiten, Pech und Pannen führen muß.

‚Eine Persönlichkeit mit hohem technischen Sachverstand und einer ausgeprägten sozialen Kompetenz ist für die Stelle des Geschäftsführers Verkehr bei den Stadtwerken München erforderlich‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir hoffen, daß es dann wieder gelingen wird, Neubaustrecken termingerecht fertigzustellen und Fahrzeuge planmäßig in Betrieb zu nehmen.‘

Die Verantwortlichen müssen auch wieder Ordnung in das Gefüge der Entlohnung bringen. Es kann nicht sein, daß ein Geschäftsführer der Stadtwerke im Vergleich zum Oberbürgermeister unvergleichlich viel mehr Geld am Monatsende erhält. Die Position wurde früher mit einem Beamten besetzt. Sie ist beispielsweise vergleichbar mit dem Münchner Polizeipräsidenten. Auch stellt sich die Frage, ob die Geschäftsführung der Stadtwerke nicht verschlankt werden sollte. Besonders da die Stadtwerke keine sprudelnde Geldquelle mehr sind.

Person im Gleis

Die Bundespolizei musste am Samstagmittag, 28. November 2015, einen Russen, der zunächst am Haltepunkt Leuchtenbergring aufgefallen war, und sich später zwischen Feldkirchen und Heimstetten im Gleisbereich aufhielt, aus diesem entfernen.

Ein zunächst unbekannter Mann schrie gegen 13:00 Uhr lautstark am HaltepunktLeuchtenbergring herum und machte laut Zeugen einen verwirrten Eindruck. Nachdem die Nachsuche einer alarmierten Streife der Bundespolizei erfolglos blieb, wurde gegen 13:20 Uhr von einem Triebfahrzeugführer eine Person im Gleisbereich zwischen Feldkirchen und Heimstetten gemeldet. Nachdem die Gleise gesperrt waren, konnten alarmierte Beamte im Gleisbereich der S2-Strecke einen 24-jährigen Russen ausfindig machen. Auf ihn passte die Beschreibung der auffälligen Person vom Haltepunkt Leuchtenbergring.

Es stellte sich heraus, dass der Mann einen äußerst verwirrten und orientierungslosen Eindruck machte. Unter Beteiligung der Bayerischen Landespolizei wurde er einer Spezialklinik zugeführt.

Nach aktuellem Ermittlungsstand ist es durch die Person im Gleis zu keinen betriebsgefährdenden Handlungen bzw. gefährlichen Eingriffen in den Bahnverkehr gekommen. Es entstanden lediglich geringfügige Verspätungen durch eine knapp 25-minütige Streckensperrung.

Fahrgäste im Dialog: Vortrag und Diskussion mit Alexander Freitag

‚Wohin fährt der MVV?‘
Alexander Freitag, Geschäftsführer des MVV
Donnerstag, 3. Dezember 2015
18:00 Uhr
Verkehrszentrum des Deutschen Museums, Schwanthalerhöhe

Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) steht seit 1972 für einen erfolgreichen Linienverkehr in München. Alexander Freitag, der langjährige Geschäftsführer stellt in seinem Vortrag die Sicherung der Finanzierung und die Umsetzung notwendiger Investitionen in Stadt und Region dar. Besonders spannend ist die Entwicklung vom Verbund der Verkehrsunternehmen zum Mobilitätsverbund. Wichtige Meilensteine stellen die Revolutionen beim Ticketing und der Fahrgastinformation dar. Freitag beleuchtet auch die Chancen und Risiken von Wettbewerbsvergaben.

Die Veranstaltung findet in der Halle III im Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Schwanthalerhöhe, Am Bavariapark 5, am Donnerstag, 3. Dezember 2015, um 18:00 Uhr statt. Der Eintritt kostet 3 Euro, für Mitglieder des Deutschen Museums und des Fahrgastverbandes ist der Eintritt frei. Erreichbar ist das Verkehrszentrum mit den MVV-Verkehrsmitteln U5, U-Bahnhof Schwanthalerhöhe, Metrobus 53 und dem Stadtbus 134 . Im Anschluß an den Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

SZ: Was Dobrints Stammstreckenversprechen wert ist

Bis gestern waren Stadt- und Landräte sowie Oberbürgermeister Dieter Reiter in Berlin und haben dort für die zweite S-Bahn-Stammstrecke geworben. Sie bringen unter anderem die Zusage des Bundesverkehrsministers Alexander Dobrindt zurück nach München, dass sich der Bund „ohne Wenn und Aber“ an möglichen Mehrkosten der Stammstrecke beteiligt. An dem Wert der Aussage Dobrindts hegen viele jedoch ernste Zweifel…

Wir meinen, statt sich voll und ganz auf die zweite Stammstrecke zu konzentrieren, wäre es wohl sinnvoller, schon jetzt konkrete Maßnahmen umzusetzen, wie zum Beispiel den Regionalzughalt Poccistraße. Dieser könnte den Verkehr in München zu einem Zeitpunkt bereits entlasten, an dem gerade einmal der Spatenstich zur zweiten Stammstrecke erfolgt ist.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/verkehr-was-dobrindts-stammstrecken-versprechen-wert-ist-1.2754115