Ude bekennt sich klar zum Ausbau der Münchner Trambahn

Wenige Tage vor der Kommunalwahl in Bayern bekannte sich der Münchner Oberbürgermeister, Christian Ude, zum Ausbau des Trambahnnetzes in München. Anlass war die Eröffnung einer Ausstellung über moderne Straßenbahnsystem in Europa. Ude setzte sich für eine Verkehrspolitik ohne Ideologie ein. ‚Wenn das Fahrgastaufkommen die Kapazität des Busses übersteigt, aber zu gering für eine U-Bahn ist, dann setzen wir dafür die Trambahn ein‘, so Ude. Die Vorstellung, dass die Trambahn in Pasing weiter ein paar hundert Meter vom Pasinger Bahnhof, einem zentralen Umsteigepunkt halten sollte nannte er albern. ‚Das wäre genauso, wie wenn man den Transrapid an der Donnersberger Brücke haltenlassen würde, um dann die Fluggäste mit ihren Koffern zu Fuß zum Hauptbahnhof zu schicken.‘

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Pkw zwingt Bus zum Bremsen und flüchtet

69jähriger Fahrgast leicht verletzt
Am Montagabend, 25. Februar 2008, war ein 46jähriger Busfahrer mit seinem Linienbus auf dem rechten Fahrstreifen der Denninger Straße in östlicher Richtung stadteinwärts unterwegs. Kurz vor der Kreuzung mit der Weltenburger Straße/Vollmannstraße wechselte unmittelbar vor dem Bus ein Klein-Pkw vom linken auf den rechten Fahrstreifen. Um einen Unfall zu verhindern musste der Busfahrer stark abbremsen. Dadurch stürzte eine 69jährige Rentnerin, die zu diesem Zeitpunkt im Bus stand und sich an der Lehne eines Sitzes abstützte.

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Stadtwerke reagieren schnell: Unrat beseitigt

Ein kurzer Anruf beim Kundendienst der Stadtwerke genügte und sofort wurde sogar der Notdienst in Marsch gesetzt um die Trambahnwendeschleife am Effnerplatz wieder in einen sauberen Zustand zu versetzen. Dort hatte sich im Gebüsch Papier verfangen – und auch sonst etwas angesammelt, was überflüssig geworden war. Das Beispiel zeigt, dass es oft besser ist sich zu melden, als nur seinen Unmut mit sich herumzutragen.

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Zufriedenheit der MVG-Fahrgäste steigt

Ein gutes Zeugnis hat sich Herbert König, Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), selbst ausgestellt. 3000 Fahrgäste hat er am Telefon nach ihren Erfahrungen mit U-Bahn, Trambahn und Bus befragen lassen. Die Ergebnisse für München sind besser als der Branchendurchschnitt. Sehr Zufrieden waren die Fahrgäste mit der Umweltfreundlichkeit und dem Streckennetz. Nur die Sitzplatzverfügbarkeit in der U-Bahn ist schlechter bewertet worden.

Über die steigende Zufriedenheit der Fahrgäste freut sich auch Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. Allerdings sieht er noch weiteren Handlungsbedarf. Rechnet man das erreichte Ergebnis auf Schulnoten von 1 bis 6 um, so können die Fahrgäste mit einem ‚Befriedigend‘ nicht vollkommen glücklich sein.

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Wie kann man die Zufriedenheit der Fahrgäste messen?

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 19.02.2008 (08/2008)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Steigende Fahrgastzahlen und dazu noch eine steigende Zufriedenheit der Fahrgäste sind eine erfreuliche Sache. Allerdings kann man die Zufriedenheit auf verschiedene Art und Weise messen. Die Stadtwerke München haben dazu 3000 Fahrgäste am Telefon befragen lassen. Sicher wissenschaftlich korrekt und nicht ganz billig.

Ein pragmatischer Weg wäre aber zum Beispiel auch ein Blick in die Münchner Zeitungen oder das Verfolgen der Sendungen in Radio und Fernsehen. Glücklicherweise gibt es dort immer viele interessante und aufschlußreiche Informationen über die Verkehrsmittel im MVV. Überwiegen die positiven Nachrichten, dann könnte sich eine berechtigte Zufriedenheit einstellen.

Solange aber viele kritische Themen angesprochen werden, würden wir jeden Euro zum Beispiel in die Verbesserung der Dynamischen Fahrgastinformation stecken. Oder in zusätzliche Trambahnzüge durch Schwabing.

Ein Maßstab wären natürlich auch die bereits realisierten Kilometer an neuen Trambahnstrecken. Dazu muß man sich allerdings an einen einstimmigen Stadtratsbeschluß aus dem Jahre 1991 erinnern.

Eigentlich ist es nicht verwunderlich, daß die Fahrgäste so einigermaßen zufrieden sind. Denn die unzufriedenen Fahrgäste sitzen im Auto, fahren Rad oder gehen zu Fuß. Nur wer an zentrale Punkte in der Münchner Innenstadt muß, ist auf die Linienverkehrsmittel angewiesen.

Interessant sind auch die Bewertungsskalen. Früher gab es in der Schule Noten von 1 bis 6. Manche Umfrageinstitute verwenden eine Skala von 1 bis 5. Und bei den Stadtwerken reichen nur vier Abstufungen. Rechnet man den erreichten Wert von 1,88 auf Schulnoten um, so wird daraus ein ‚befriedigend‘. Und damit können wir noch nicht zufrieden sein. Also werden wir uns alle noch um weitere Verbesserungen bemühen müssen.