Schlechter Service bei der MVG

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 05.04.2010 (18/2010)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

In den Osterferien kann die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) nur einen eingeschränkten Service bieten. Die wichtige Durchmesserlinie 27 ist zwischen Karolinenplatz und Sendlinger Tor unterbrochen. Der dafür eingesetzte Ersatzverkehr hat sehr ungünstig gelegene Haltestellen, die auch noch schlecht ausgeschildert sind. Gerade an Ostern müssen die Touristen darunter besonders leiden. Ersatzlos entfallen die Fahrten der Trambahnlinie 19 zwischen Stachus und Maxmonument, was manchen sehr unterwartet trifft. Es ist zwar nachvollziehbar, daß man Rücksicht auf die Schüler und Berufstätigen nimmt. Aber die Aufrechterhaltung des Betriebes muß wieder einen höheren Stellenwert bekommen. Sicherlich verursachen nächtliche Baustellen zusätzliche Kosten, aber die Fahrgäste bezahlen ja gerade in München auch stolze Preise.

Auch das Kundencenter am Marienplatz war am Karsamstag geschlossen. Die angekündigten Bauarbeiten waren aber nicht zu erkennen. Etliche Fahrgäste, die zum Ostereinkauf in der Stadt waren vermißten diesen Service. Leider setzt die MVG beim Fahrscheinverkauf immer mehr auf Automaten und vernachlässigt die Fahrgastinformation mit eigenem oder fremdem Personal.

Aber ganz positiv ist bei mehreren Touristen die freundliche Aufgeschlossenheit der Münchner aufgefallen. Sie fanden es bemerkenswert, daß ihnen sowohl beim Fahrscheinkauf, wie auch beim Auffinden der Verkehrsmittel geholfen wurde. ‚Ich freue mich auch immer wieder, wie die Münchner Fahrgäste den Leuten helfen, die sich nicht mit allen Feinheiten des MVV-Systems auskennen. Ganz kompetent werden die Zusammenhänge von Ringen, Zonen und Tarifräumen erklärt‘, sagt dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste.

Geplantes MVG-Leitungsprogramm 2011 nicht bedarfsgerecht

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 29.03.2010 (17/2010)

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‚Kümmerlich‘, nennt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste, die geplanten Verbesserungen der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) für den Jahresfahrplan 2011. ‚Es fahren viel mehr Fahrgäste mit den Verkehrsmitteln im MVV, wie es erwartet wurde und die letzte Fahrpreiserhöhung war ja wohl mehr als happig. Es müssen endlich mehr Busse und Bahnen auch im Verantwortungsbereich der Stadt fahren.‘

Die Aktion Münchner Fahrgäste fordert seit langem eine Verbesserung bei der innerstädtischen Trambahnlinie 27 und eine Verlängerung des 10-Minuten-Taktes auf allen Trambahn und Metrobuslinien bis 22 Uhr. Aber auch bei der U-Bahn muß das Leistungsangebot wieder in Übereinklang mit dem Fahrgastaufkommen gebracht werden. Eine neue U-Bahn, die nur alle 10 Minuten fährt ist kein attraktives Angebot.

Die Politik, insbesondere die Vertreter der rot-grünen Stadtratsmehrheit, ist aufgefordert, das Leistungsprogramm kräftig zu erweitern. Der Fahrgastverband erwartet, daß sich gerade die Stadtpolitiker einmal um ihr eigenes Verkehrssystem genauso intensiv kümmern, wie um Projekte die andere Gebietskörperschaften finanzieren müssen.

‚Was soll ich von einem Hinke-Takt nach Grünwald halten, der mehr als fahrgastunfreundlich ist‘, fragt sich der Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Und mehr als einmal haben wir Klagen vernommen, daß dieser Takt wegen Personal- und Fahrzeugmangel nicht fahrplanmäßig durchgehalten wird‘.

Auch die Fahrgäste in Moosach werden sich den Wegfall von zwei Buslinien nicht gefallen lassen.

Bahnkundenverband kritisert Ramsauer

Der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV) nimmt die Äußerungen von Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer auf verschiedenen TV-Kanälen zum Anlaß für scharfe Kritik. Ramsauer erläuterte seine Pläne für die zukünftige Ausrichtung der Deutschen Bahn AG. Die Entstigmatisierung des Verkehrsträgers Straße, wie sich Ramsauer wörtlich ausdrückte, wird sich nach ansicht des DBV direkt in der finanziellen Ausstattung des Bahnkonzerns auswirken.

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