Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 01.03.2009 (07/2009)
Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de
Der Streik bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) in der letzten Woche ist verhältnismäßig glimpflich ausgegangen. Die Gründe dafür waren: Erstens waren die Gewerkschaften so fair, den Streik rechtzeitig anzukündigen. Zweitens haben die Vertreter der Medien sehr ausführlich und sachgerecht über den Streik berichtet und auch vielfache Hinweise auf das Bus-Notnetz gegeben. Und drittens sind die Münchner Fahrgäste ja Kummer gewöhnt.
Wenn aber am Montag, 2. März 2009, die Verhandlungen wieder aufgenommen werden, so erwarten wir eine schnelle Einigung. Die Forderung der Arbeitgeber zur Arbeitszeitverlängerung sollte als erstes aufgegeben werden. Denn gerade beim Fahrpersonal ist es ja klar, daß es zu Stellenstreichungen, vielleicht sogar zu Entlassungen kommt, wenn die Mitarbeiter vier Prozent länger arbeiten. Unser Wunsch wäre natürlich, daß dann auch das Angebot steigt, also mehr Busse und Bahnen fahren, aber dies ist leider unrealistisch. Einen Arbeitsplatzabbau kann auch die Politik gerade in diesen schwierigen Zeiten nicht wollen.
Die Aktion Münchner Fahrgäste fordert alle Beteiligten auf, sich mit Vernunft am Verhandlungstisch zu einigen. Weitere Streiks würden zum dauerhaften Abwandern der Fahrgäste führen.
