Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 06.08.2007 (14/2007)
Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de
Der Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokführer und der Bahn spitzt sich immer mehr zu. Dies ist für die Aktion Münchner Fahrgäste Grund für große Besorgnis. Die wirklich Leidtragenden sind nämlich die Fahrgäste, die allerdings keinen direkten Einfluß auf die Bezahlung der Bahnmitarbeiter haben. In vielen Fällen haben sie mit ihren Wochen- und Monatskarten schon für eine Leistung bezahlt, die sie im Falle eines Streikes nicht in Anspruch nehmen können.
Wir fordern die Verantwortlichen der Gewerkschaft und der Bahn auf, unverzüglich Verhandlungen und zwar ohne Vorbedingungen aufzunehmen. Es ist doch ganz klar, daß in jedem Falle eine Lösung am Verhandlungstisch gefunden werden muß. Also kann man sofort damit beginnen. Und wie bei der Wahl zum Pabst sollten die Verhandlungsführer erst bei einem gemeinsamen Ergebnis wieder den Ort der Verhandlungen verlassen dürfen.
Die Einmischung der Politik in den Tarifkonflikt ist schon sehr dreist. Wer hat denn die Voraussetzungen für einen möglichen Streik geschaffen? Ich persönlich kann mich sehr gut an die Zeit erinnern, als fast ausschließlich Beamte in den Lokomotiven und Stellwerken saßen. Es war kein schlechter Zustand.
Die wichtigste Forderung der Aktion Münchner Fahrgäste ist eine vernünftige und gute Information der Fahrgäste. Leider konnten wir in der Vergangenheit nicht viel Beispielhaftes feststellen. Unser Aufruf gilt sowohl der Gewerkschaft, wie der Bahn: Wir fordern rechtzeitig vernünftige und zuverlässige Informationen!
