Zukunft der Münchner Trambahn beginnt

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 20.03.2007 (04/2007)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Nach fast 39 Jahren können wir uns heute, am 20. März 2007, über den ersten Spatenstich zur neuen Tram 23 freuen. Sicherlich wurden zwischenzeitlich auch in München neue Gleise verlegt, aber entweder sind sie schon wieder abgebaut – oder es handelte sich um eine Wiederinbetriebnahme bereits bestehender Strecken, die fälschlicherweise eingestellt wurden. Beispiele für die Korrektur der Stillegungen sind die Tram 17 zur Amalienburgstraße und die Osttangente vom Max-Weber-Platz zum Ostfriedhof. Die letzte Neubaustrecke, die heute von der Tram 19 befahren wird, führt zur St.-Veit-Straße. Aber auch seit dem denkwürdigen Beschluss des Münchner Stadtrates zur Beibehaltung und Modernisierung der Trambahn im Jahr 1991 ist ja schon einige Zeit vergangen. Von der neuen Strecke erwarten wir eine gute Erschließung des Münchner Nordens. Sicherlich wird man auch bald über eine Verlängerung der Tram 23 in beiden Richtungen nachdenken müssen. Wenn wir uns in Europa umschauen, so liegt München voll im Trend:

– Madrid, das auch schon einmal eine Straßenbahn besaß baut ein über 27 Kilometer langes Netz, das noch in diesem Frühjahr in Betrieb gehen soll.

– Innsbruck wird seinen O-Bus durch eine Straßenbahn mit neuen Fahrzeugen ersetzen. Dort soll die Straßenbahn auch als Regionalbahn weiterfahren.

– Budapest schließt gerade die Beschaffung von 40 nagelneuen Straßenbahnen ab.

– In Frankreich werden ständig neue Betriebe eröffnet, so natürlich auch in Paris.

Was zeichnet aber die Trambahn aus, warum wird sie viel lieber von den Fahrgästen benutzt? Der hohe Komfort, der zum Beispiel das Zeitungslesen erlaubt, die Vorhersehbarkeit der Linienführung, der elektrische Antrieb sind wesentliche Gesichtspunkte, die dazu führen, dass auf einer Strecke mit Trambahnbetrieb 1/3 mehr Fahrgäste fahren, als bei gleichem Takt und gleichen Haltestellen beim Busbetrieb. Und durch das höhere Fassungsvermögen wird der Betrieb auch viel wirtschaftlicher. Wir danken heute dem Oberbürgermeister Ude für seinen Mut, die politische Entscheidung für die Tram 23 herbeizuführen.

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