Stärkung der Fahrgastrechte in Bayern erfreulich

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 11.04.2007 (07/2007)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Wir stimmen zunächst mit dem Bayerischen Verkehrsminister überein, daß es uns am liebsten wäre, wenn eine Regelung zur Entschädigung von Fahrgästen überflüssig wäre, weil alle Züge pünktlich kommen. Aber nachdem dieser Wunsch noch nicht kurz vor der Verwirklichung steht, wurde in Bayern eine vernünftige Lösung gefunden. Besonders wichtig für den Fahrgast ist, daß er sich nicht darum kümmern muß, mit welcher Eisenbahngesellschaft er gefahren ist. Dies kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sieben Eisenbahnunternehmen beteiligen sich an dem Pilotversuch in Bayern und klären erst hinter den Kulissen, wer für die Verspätung verantwortlich war.

Grundsätzlich müssen alle individuellen Entschädigungsregelungen kritisch beobachtet werden. Denn für jeden Euro, der ausbezahlt wird, fallen weitere 4 Euro an Verwaltungskosten an, auch wenn man sparsam wirtschaftet. Und da könnte der fünffache Betrag in Signalen und Weichenheizungen besser angelegt sein.

So nehmen wir gerne zur Kenntnis, daß die in den Verkehrsverträgen vorgesehenen Pönalen für Qualitätsmängel weiterhin gelten werden.

Trotz aller Bedenken, begrüßen wir den Pilotversuch, denn mit den dabei gewonnenen Erfahrungswerten läßt sich vernünftig über Fakten diskutieren. Und das gemeinsame Bemühen der Verkehrsunternehmen um mehr Qualität auf der Schiene verdient Anerkennung.

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