Auf Anhieb konnte man auf der Fürstenrieder Straße keinen Dauerstau erkennen. Am 8. Mai 2010 sollte mit zwei Demonstrationszügen bewiesen werden, daß die neue Tram 22 zum Stau führt.
Mit teilweise sehr skurrilen Argumenten versuchen sich einzelne Stadträte aus der CSU-Fraktion gegen die Trambahnwesttangente einzusetzen. Diese Tangente ist seit dem einstimmigen Stadtratsbeschluß zum Erhalt und Ausbau der Trambahn am 09. Juli 1986 geplant und stellt eine wichtige Tangentialverbindung dar. Die Münchner Stadtwerke führen zur Zeit eine Bürgerinformation durch, bei der auch Vorschläge an die Verwaltung gemacht werden können.
Proteste gegen den Neubau von Trambahnstrecken sind nicht ungewöhnlich. Auch gegen die Trambahn in Schwabing oder die Strecke nach St. Emmeram gab es Proteste. Der Bestatter Denk sah in Giesing den Untergang der zivilisierten Welt voraus, wenn die Osttangente gebaut würde. Hinterher hat sich dann herausgestellt, daß die Fahrgastzahlen durch den Einsatz der elektrischen Fahrzeuge steigen, daß die Straßenzüge aufgewertet wurden und auch für das Gewerbe attraktiver sind.
