Kein Verständnis für die Zweifel am Sinn der Trambahnverlängerung vom Pasinger Marienplatz zum Bahnhof hat Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. In einem Stadtratsantrag an den Münchner Oberbürgermeister, Christian Ude, wurde der Verzicht auf den Neubau dieser Strecke gefordert. ‚Wir verurteilen den ideologischen Kampf gegen die Münchner Trambahn auf jeder Linie und an jeder Stelle‘, so Nagel. Er kann auf die erfolgreiche Wiederinbetriebnahme der Trambahnlinien zwischen Hauptbahnhof und Romanplatz verweisen. Auf einer Strecke, die 13 Jahre lang stillgelegt war, wird heute im 5-Minuten-Takt gefahren. Auch haben sich die Bedenken gegen die Verlängerung der Tram 25 vom Ostfriedhof zum Max-Weber-Platz nicht bestätigt. Diese Linie verkehrt nun seit beinahe zehn Jahren – und es gäbe einen bösen Aufschrei der gesamten Bevölkerung, wollte man diese Linie in Zweifel ziehen.
Bild: Aktion Münchner Fahrgäste
Bei der gleichzeitigen Forderung nach eine Verlängerung der U-Bahn vom Laimer Platz nach Pasing fordern die Fahrgäste eine klare Priorisierung. Wenn im gleichen Zeitraum eine zweite Verbindung für die S-Bahn durch München geschaffen werden und auch die Anbindung des Flughafens ergänzt werden soll, müssen die Gelder dafür auch vorhanden sein. Die Fahrgäste würden es bedauern, wenn viel gefordert und nichts realisiert würde
Die Gleichmannstraße in Pasing würde durch eine Herausnahme des Busverkehrs und eine eingleisige Trambahnstrecke nur gewinnen.
